2010
Missbrauchs-Opfer wollen Volksbegehren
Was sich hinter den Mauern der Kirche abgespielt hat, solle nicht von der Kirche aufgearbeitet werden, sondern vom Staat, fordern Opfer.
Die Plattform Betroffene Kirchlicher Gewalt pocht nach wie vor auf die Einrichtung einer unabhängigen staatlichen Kommission zur Aufarbeitung von Missbrauchsvorwürfen. Sollte diese Forderung durch die Politik nicht erfüllt werden, überlegt man, im Herbst ein Volksbegehren durchzuführen, erklärte ein Sprecher der Plattform. Er ortet "große Zustimmung und gute Chancen".
Die Opfer-Plattform will für die Betroffenen eine Entschädigung, "die diesen Namen auch verdient" und die Öffnung von Kirchenarchiven. Generell sollte man die Rolle der katholischen Kirche im Staat überdenken und ihr die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle nicht allein überlassen, meinte der Sprecher. "Das Volksbegehren hätte Potenzial und würde die Politik an ihre Verantwortung erinnern", zeigte er sich überzeugt.
Weiterlesen auf: http://kurier.at/nachrichten/2018222.php
