Die Ethik der Freidenker Österreichs:
Die Ethik von frei und selbständig denkenden Menschen ist einfach und kompliziert zugleich:
Das erste und einzige, aber selbst auferlegte Gebot für Freidenker könnte sein:
Zum Glück auf dieser Welt beitragen und Leiden möglichst mindern!
Das ist gleichzeitig ein Auftrag selbst etwas beizutragen und nicht hinter jemandem unreflektiert hinterherzutrotten. Jeder kann dies in der seiner Persönlichkeit eigenen Weise verstehen und ausführen. Die Erfahrung lehrt, dass wir dieses Ziel am besten erreichen, wenn wir solidarisch handeln.
Gebote, Gott zu lieben, sind als Kirchenmarketing entlarvt und damit obsolet. Gebote, um zu wissen, dass man andere Leute nicht umbringt, nicht bestiehlt und betrügt, sind lächerlich. Selbst die katholische Kirche bestreitet nicht ein natürliches „sittliches Empfinden“, das unser Handeln leiten kann und unser Gewissen speist.
Moderne Forschungen legen sogar ein angeborenes „Bedürfnis zu Helfen“ schon ab einem Alter von 2-3 Jahren nahe. Diese angeborene „empathische Ader“ des Menschen gilt es zu kultivieren. Andererseits wissen wir auch aus vielen Versuchen, dass der Mensch in der Gruppe leichter unkritisch wird und dann in der Lage ist, grundlegende Wertvorstellungen rasch zu ändern und potenziell zum Verbrecher zu werden.
Damit ergibt sich eine denkbar einfache Sittlichkeitsmaxime. Durch seine Vernunft ist der Mensch autonom, wobei er sich aus Vernunft dem Kant´schen kategorischen Imperativs unterwirft. Diese Maxime ist auch kraft eigener Einsicht zu befolgen, also ohne Gebote von "außen". Durch diese Autonomie erlangt der Mensch Würde.
















