Freidenker Österreich



Epikur, Spinoza, Darwin, Voltaire, Hume, Feuerbach, Freud, Popper, Hitchens und Hawking


Freidenker gibt es länger als es Christen, Muslime und Buddhisten gibt.
In ihrem Bestreben eigenen Gedanken nachzugehen, sich nicht der "Herde" unterzuordnen, bessere Erklärungen zu finden für unsere existenzielle Fragen und durch kritisches Denken zu besseren, wahreren Lösungen zu finden, haben sie über die Jahrhunderte die Menschen zu einem menschlicheren Dasein verholfen.
Sie mussten sich durchsetzen gegen Kleingeisterei, Engstirnigkeit, Fremdenfeindlichkeit und Stammesdenken. Freidenker sind keine Massenbewegungen, aber sie bewegen die Massen. Denn die beiden bekanntesten Freidenker, die Österreich der Welt geschenkt hat, Freud und Popper, haben die Welt verändert. Freud hat Religion als Neurose entlarvt und Popper hat die Randbedingungen für eine "offene Gesellschaft" formuliert.

Für Freidenker gilt nach wie vor, was Bertrand Russell für seine Zeit sagte: Was die Welt heute braucht ist Bildung, einen netten Umgang und Zivilcourage.
In unseren Breiten haben die meisten "Christen" das Glaubensfundament längst verlassen, sind mit Freidenkern einer Meinung, was den Ursprung der Welt und des Menschen angeht, was die Stellung der Frau betrifft, wie man Homosexualität begegnet. Sie lassen sich auch nicht vorschreiben, wie sie ihr Sexualleben führen und wie sie Familienplanung betreiben. Zum Leidwesen des Klerus sind sie Freidenker, bekennen sich aber oft aus familiären oder sozialen Gründen noch zur Kirche. Umgekehrt haben die atheistischen Humanisten wenig Berührungsängste mit traditionellen Festen wie Weihnachten (das es lang vor dem Christentum schon gab und vom Christentum vereinnahmt wurde).


Zu den österreichischen Freidenkern gehörten in jüngster Zeit unter anderen Barbara Prammer und Bruno Kreisky.
Namhafte Wissenschafter gehören zum wissenschaftlichen Beirat des Freidenkerbundes. (Siehe unter Beirat)