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Offener Brief an Kurier Redakteurin Dr. M. Kopeinig

Sehr geehrte Fr. Dr. Kopeinig,

Als Humanistische Gemeinschaft der Freidenker Österreich darf ich als dessen Vorsitzender auf folgendes hinweisen:

Mehr und mehr wird es Mode, sich als “humanistisch” zu bezeichnen. Sogar Innenminister Kickl ist als “humanistisch” bezeichnet worden. In Ihrem Artikel gibt es “Religionen mit humanistischem Anspruch”. In unseren Augen ein Widerspruch.

Der Begriff “Humanismus” ist durch die Amsterdam-Deklaration aus dem Jahr 2002 hinlänglich definiert.
Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Amsterdam-Deklaration

Im Humanismus steht der Mensch im Mittelpunkt (statt Gott). Humanismus ist eine Geisteshaltung, die eine Anti-These zu allen theistischen Konzepten darstellt. Aussagen wie denen von Rabbi Rosen in Ihrem Artikel muss daher mit aller Entschiedenheit entgegengetreten werden.

Um einer solchen Entwicklungen Einhalt zu gebieten, ist es notwendig, dass Humanismus als Bekenntnis staatlich anerkannt wird und damit geschützt wird, wie Religionen. Dass Humanismus in Österreich – anders als in Deutschland – keine Bekenntnis- oder Weltanschauungsgemeinschaft bilden darf, weil eine solche gesetzlich nur als religiös definiert ist, stellt einen üblen Missstand dar, den wir bekämpfen werden.

1 Kommentar

  1. ich bin dafür den Sammelbegriff Superstitio wieder einzuführen.

    -Das Meer hat sich nicht gespaltet
    -Jesus ist nicht wiederauferstanden
    -Allah kann nicht mit Mohammed kommuniziert haben, weil es ihn nicht gibt.

    das zu …..und geschützt wie Religionen.

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Humanistischer Verband Österreich